Princess Sly and the Lootch

15/10/2009

Ich starre auf das Augenbrauen-Dickicht meines Gegenübers. Dieser runzelt jetzt die Stirn, lehnt sich in seinem Sessel zurück und streichelt nachdenklich über den reptilienhaften Schwanz der sich von seinem Rückrat einmal rund um seinen Körper schlängelt und mit dem Ende auf seinem Schoß liegt.
Er sieht mich an.
“Sagen Sie, werter Herr der Gesellen, haben SIE schon einmal Kindertränen gekostet?”
Seine Stimme ist schrill und schräg, wie eine Komposition mißgestalteter Störgeräusche. Der Satz formt eine seltsam verunstaltete Melodie in meinem Geist. Ich schüttel den Kopf und sehe ihn weiter stur an. Der Blick aus seinen beiden Augen mit den unterschiedlich großen Pupillen nagt an meinem Verstand. Lange kann man diesem Blick nicht standhalten, es ist wie eine Säge die einem kontinuerlich sanft durch den Kopf fährt.
“Nun, Sie, meine werter Herr der Gesellen, sollten doch als einziger in der Lage sein die Ausmaße dessen zu erkennen was wir hier tun. Es ist nicht ein einfaches Produkt das wir in unserer geschätzen Wesenheit feilbieten, es ist eine Produktion. Im Kern dessen was wir nicht verstehen liegt die Erkenntniss über die wahre Existenz. Nur wer jagt wird auch zum Gejagten. Nur wer bricht wir rund und erheblich.”
Die Melodie seiner Stimmen hat mich in Trance versetzt. Nur ein kleiner Teil meines Geistes ist noch so frei zu erkennen dass ich eigentlich keine Ahnung habe worauf er hinaus will. Der Rest verarbeitet seine Worte mit einer schon fast freudigen Bereitschaft, so als würden seine Worte selbst die Erkenntnis bringen. Er fährt fort.
“Nun, ist ihnen schon einmal die Leibhaftigkeit der Spinne widerfahren?”
Ich räuspere mich. Die Trance in meinem Kopf stockt. Ich bin gefragt. Aber was meint er? Die Leibhaftigkeit der Spinne? Ich weiß es nicht, die Trance droht zu zerbrechen. Ich öffne meinen Mund, meine Worte hören sich fern an, wie ein Flüstern in einem Wasserfall.
“Nein, das habe ich nicht. Soweit ich weiß.”
“Nun, dann ist wohl an der Zeit. Haben Sie einen Port, mein werter Herr der Gesellen?”
Ich nicke. Er fängt an zu lachen.
Es ist ein irres Lachen wie von einem Bekloppten in einer Zwangsjacke. Nur hat der Mann vor mir keine Zwangsjacke an. Dafür aber einen Schwanz. Mein Verstand. Mein armer Verstand.
“Nun…dann wünsche ich ihnen viel Spaß. Und haben Sie einen Angenehmen Sturz!”
Er steht auf und breite bei den Worten seine Arm aus. Sein Umhang zieht sich fast durch mein ganzes Sichtfeld, seine Augen sind weit aufgerissen, sein Lachen fast ekstatisch. Plötzlich ist er da. Es gibt keine Warnung, ich sehe nichts, ich hör nichts, plötzlich ist er in meinem Kopf. Ich spüre wie er meinen Geist umschließt und daran zerrt. Wie kalte Finger die nach meiner Seele greifen. Ein Teil meiner Selbst stemmt sich dagegen, aber es ist vergeblich. Ich spüre wie ich mir selbst entrinne. Dann lass ich los.

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Muss das sein?

24/07/2009

Bunt ist mein Gedankenhaus, mir gehn nie die Gedanken aus. Und schreib ich die Gedanken auf, dann schreib ich

hier

(auch hier)

>>>UND HIER<<<

denn:

Q
u
e
r
G
e
danken liegen mir!

Dann schreib ich große Worte KLEIN

und den Titel

Muss das sein?

mitten in den Text hinein!

doch warum schrub ich so verschroben?

Das verriet der Titel oben

denn dort hieß es “muss das sein?”

Und die Antwort lautet: ja

–> und hier

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short note

10/05/2009

Ist das Ende der Anfang? Kann das Universum aus sich selbst heraus existieren? Kann die Quelle das Resultat sein? Wodurch definieren wir uns? Ich mich? Wer kann sagen wann der Anfang seiner subjektiven Realität war? Waren Wheeler und Graham arme Irre? Sabernde Schwachmaten mit einem Fremdwörterlexikon zuviel?
Diese Ungewissheit ist es die mich quält, die meine innersten Gedanken zwie-spaltet. In letzter Zeit denke ich vermehrt an Kartoffeln. Ihre Wesenheit bewegt mich, berührt mich tief in meinem Innern. Ich sehe sie förmlich vor mir, die Abgeschiedenheit des Ackers…

Ein sanfter Sommerregen an einem tristen Novembermorgen, die letzten Sonnenstrahlen liebkosen das frische Obst und die tiefe Traurigkeit der Einöde überzieht das saftige Grün der Stechpalmen. Ein sanfter Orkan flüstert über das Land, getragen von den Brunftschreien der Kälber.
Eine Magt, dick betucht, tümmelt sich in ihrem Gemüt, ein Reiher gleich der Kragenweite.
Doch plötzlich, dort schau!
Ein Jäger der gewahrt sich selbst!
Ein Trägerschuß fließt aus seinem Olme,
ein blauer Blitz der Finsternis!
Er durchjaucht das Dickicht,
umschließt die Wonne,
bis einer und der Selbe rief
“Ich bin zurück!
Hier bin ich nun!
Weichet von mir
sonst werde ich es selber tun!”

Wie sehr ich mir wünsche dass ich beschreiben könnte was ich in diesen Momenten der Klarheit empfinde! Ich sehe die Reinheit der Poesie und die göttliche Kraft die ihr innewohnt, doch kann ich daraus nur

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Erkenntnis

8/05/2009

Reifeholzbäume?

FiTaBuFeLiBir!

…(BB)!

Alles klar, ich versteh!

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unecht

7/05/2009

»Es ist nur eine Geschichte!« schrie Maya erneut und fuhr sich zitternd durchs Haar, während sie über die knirschenden Scherben des zerbrochenen Badezimmerspiegels auf und ab lief. Sie blickte auf die Pistole in ihrer Hand und dann auf den Polizisten, der in der Tür stand. »Kapiert ihr blöden Deppen es denn nicht?«, fluchte sie ihm entgegen, »Alles nur eine verdammte Geschichte!«. Maya senkte den Blick und sah auf ihre blutenden Füße. Sie ging weiter. »Scheiß Geschichte«, murmelte sie und begann zu lachen.
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Aus der Anstalt

30/04/2009

Endlich bin ich raus aus der Anstalt. Die Tage waren wirklich lang und ich vermute, es wird noch etwas dauern, bis ich wieder normal denken kann.

»Das wird schon.«

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