Eckgedanken

17/11/2009

Ich denke gern um Ecken
wo Gedanken sich verstecken
doch will ich mich erschrecken
denk ich Gedanken unter Decken

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Princess Sly and the Lootch

15/10/2009

Ich starre auf das Augenbrauen-Dickicht meines Gegenübers. Dieser runzelt jetzt die Stirn, lehnt sich in seinem Sessel zurück und streichelt nachdenklich über den reptilienhaften Schwanz der sich von seinem Rückrat einmal rund um seinen Körper schlängelt und mit dem Ende auf seinem Schoß liegt.
Er sieht mich an.
“Sagen Sie, werter Herr der Gesellen, haben SIE schon einmal Kindertränen gekostet?”
Seine Stimme ist schrill und schräg, wie eine Komposition mißgestalteter Störgeräusche. Der Satz formt eine seltsam verunstaltete Melodie in meinem Geist. Ich schüttel den Kopf und sehe ihn weiter stur an. Der Blick aus seinen beiden Augen mit den unterschiedlich großen Pupillen nagt an meinem Verstand. Lange kann man diesem Blick nicht standhalten, es ist wie eine Säge die einem kontinuerlich sanft durch den Kopf fährt.
“Nun, Sie, meine werter Herr der Gesellen, sollten doch als einziger in der Lage sein die Ausmaße dessen zu erkennen was wir hier tun. Es ist nicht ein einfaches Produkt das wir in unserer geschätzen Wesenheit feilbieten, es ist eine Produktion. Im Kern dessen was wir nicht verstehen liegt die Erkenntniss über die wahre Existenz. Nur wer jagt wird auch zum Gejagten. Nur wer bricht wir rund und erheblich.”
Die Melodie seiner Stimmen hat mich in Trance versetzt. Nur ein kleiner Teil meines Geistes ist noch so frei zu erkennen dass ich eigentlich keine Ahnung habe worauf er hinaus will. Der Rest verarbeitet seine Worte mit einer schon fast freudigen Bereitschaft, so als würden seine Worte selbst die Erkenntnis bringen. Er fährt fort.
“Nun, ist ihnen schon einmal die Leibhaftigkeit der Spinne widerfahren?”
Ich räuspere mich. Die Trance in meinem Kopf stockt. Ich bin gefragt. Aber was meint er? Die Leibhaftigkeit der Spinne? Ich weiß es nicht, die Trance droht zu zerbrechen. Ich öffne meinen Mund, meine Worte hören sich fern an, wie ein Flüstern in einem Wasserfall.
“Nein, das habe ich nicht. Soweit ich weiß.”
“Nun, dann ist wohl an der Zeit. Haben Sie einen Port, mein werter Herr der Gesellen?”
Ich nicke. Er fängt an zu lachen.
Es ist ein irres Lachen wie von einem Bekloppten in einer Zwangsjacke. Nur hat der Mann vor mir keine Zwangsjacke an. Dafür aber einen Schwanz. Mein Verstand. Mein armer Verstand.
“Nun…dann wünsche ich ihnen viel Spaß. Und haben Sie einen Angenehmen Sturz!”
Er steht auf und breite bei den Worten seine Arm aus. Sein Umhang zieht sich fast durch mein ganzes Sichtfeld, seine Augen sind weit aufgerissen, sein Lachen fast ekstatisch. Plötzlich ist er da. Es gibt keine Warnung, ich sehe nichts, ich hör nichts, plötzlich ist er in meinem Kopf. Ich spüre wie er meinen Geist umschließt und daran zerrt. Wie kalte Finger die nach meiner Seele greifen. Ein Teil meiner Selbst stemmt sich dagegen, aber es ist vergeblich. Ich spüre wie ich mir selbst entrinne. Dann lass ich los.

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Welch Fund!

3/08/2009

In der vergangenen Woche steiß ich bei den Ausgrabungsarbeiten in meinem Garten auf einen weiteren interessanten Fund. Nachdem ich die Arbeiten für den Tag eigentlich schon als erfolglos eingestellt hatte und gerade den Schutt beseitigen wollte, entdeckte ich sie zwischen einem Haufen nutzloser Steine. Ein wunderbares Exemplar einer Solanum tuberosum fossilis! Eine uralte, versteinerte Kartoffel!

Der Maserung nach zu urteilen, war das Fossil eindeutig der Zeit der ersten Bauernkriege zuzuordnen. Ich freute mich wie ein Kind über diesen Fund, doch es sollte tatsächlich alles noch viel besser kommen.

Nachdem ich das Petrefakt gereinigt hatte, wollte ich es zu den anderen versteinerten Kartoffeln ins Regal stellen. Doch dabei fiel mir eine kleine ovale Verfärbung an der Unterseite auf, die ich näher untersuchte. Und siehe da; was ich zunächst für einen markanten Teil der natürlichen Maserung hielt, entpuppte sich in der Spektralanalyse als eine frühe Form der Tinte! Ich hatte also nicht nur ein Fossil gefunden, sondern ein waschechtes Artefakt!

Doch worum handelte es sich bei diesem Klecks, der entfernt an einen stilisierten Sonnenaufgang erinnerte? Tagelang grübelte ich darüber nach, bis es mir beim Einschalten meines Radios plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel. Es war eine Note! Eine einzelne Viertelnote, um genau zu sein. Sicherlich ein Bestandteil eines alten Volksliedes.

Leider fehlten natürlich große Teile des Werkes, doch ich konnte die Note logisch extrapolieren, und so gelang es mir schließlich, die Lücken zu füllen und das gesamte Lied zu rekonstruieren.

Es handelt sich dabei tatsächlich um eine alte Volksweise, die damals von den Kartoffelbauern anlässlich des einwöchigen Maischefestes gesungen wurde, bei dem die Bauern ihre Trunkenheit feierten.

Schnell lief ich auf den Dachboden und kramte den Kassettenrekorder und meine alte Maultrommel hervor, denn ich wollte dieses verschollene Werk natürlich sofort mit der ganzen Welt teilen.

Leider ist der Text des Liedes in einem weithin vergessenen Dialekt verfasst, doch es ist mir gelungen, die einzelnen Passagen sinngemäß zu übersetzen.

Hier das Resultat:

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Muss das sein?

24/07/2009

Bunt ist mein Gedankenhaus, mir gehn nie die Gedanken aus. Und schreib ich die Gedanken auf, dann schreib ich

hier

(auch hier)

>>>UND HIER<<<

denn:

Q
u
e
r
G
e
danken liegen mir!

Dann schreib ich große Worte KLEIN

und den Titel

Muss das sein?

mitten in den Text hinein!

doch warum schrub ich so verschroben?

Das verriet der Titel oben

denn dort hieß es “muss das sein?”

Und die Antwort lautet: ja

–> und hier

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Die halbe! Wahrheit

23/07/2009

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

Ihre politischen Ansichten und Vorhaben bezüglich des Internets

machen mir Mut und zeugen von Kompetenz. Solche widerlichen Bilder

sind pervers und gehören bestraft. Es darf nicht sein, dass das Netz

ein rechtsfreier Raum bleibt, und es wird Zeit, dass solcher Schund

mit allen Mitteln zensiert wird. Die Art, wie sie Kinderpornografie jetzt

bekämpfen, ist vorbildlich! Sich hinter der Anonymität im Netz zu

verstecken, hilft niemandem, und es wird Zeit, dass sich das

Gesetz einschlägiger Seiten annimmt, bevor sich eine solche URL

herumspricht! Nicht auszudenken, welcher Schaden entstehen kann,

wenn unbescholtene Bürger (oder Kinder!) auf soetwas stoßen. Doch

wenn so engagierte Gesetzgeber wie sie, Frau von der Leyen,

an der Spitze sind, habe ich Hoffnung, dass die Perversen nicht

weiterhin ihren Willen bekommen. Ich hoffe inständig, dass sie nicht

zu viel Kritik einstecken müssen und drücke die Daumen, dass sie

wiedergewählt werden! Ich weiß jedenfalls, wo ich mein Kreuz mache.

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Kriegsgedanken

15/07/2009

Bevor im Fett ich siedete
in meiner Jugend schmiedete
ich Pläne, groß und voller Drang
nach Siegesmut und Heldensang
die Welt im Sturm zu zähmen

stand aufrecht ich und selbstbewusst
auf meinem Feld mit stolzer Brust
sah vor mir schon im Siegeszug
mich selbst im Rausch der Kampfesglut
bald meinen Thron mir nehmen

da griff nach mir
in seiner Gier
der Landwirt, und danach
sah er mich an und sprach

hast schöne Pläne dir gemacht
doch hast du eines nicht bedacht
du bist nur ‘ne Kartoffel
und jetzt halt’s Maul und komm mit

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Kuhgedanken

19/06/2009

Den Rasen grasend, lief die Kuh, rasend auf den Riesen zu
der weiße, weise Waisen auf seinen Reisen zu verspeisen gedachte
dachte die Kuh
und machte “Muh!”

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Industrielaser Mario

28/05/2009

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Sieglinde im Backofen

25/05/2009

Ihr Haar war goulasch blond, ein Rehkitz am Gaumen der Finsternis. Ein Reiter zog vorbei, getrübt im Blicke, doch gebeugt in einen tief gewieften Abgang. Wie ein verliebtes Wildschwein gebärt sich der übel Lump, er schlendert, nein, frohlockt verblühmt am Rande, wirft sich nach vorn, nach hinten, ist fast schon gelandet, als ihr Duft sein gülden Bart durchquengt. Er jupelt ihr den Rock vor Freude, überschlägt sich in des Fräuleins Brusthaar. Einen Augenblick später ist er tot.
Wer war es? Wer ist das verdammt nochmal schon wieder gewesen? Die Geschichte nimmt kein Ende, so sehr ich ihr auch eines anbieten..

Eine Katze wiehert im Dickicht. Eine Kuh zwitschert ihr entgegen.
Horcht! Horchet und fürchtet euch!
Ihr Niedergang bremst den Nullpunkt
Nur Augen in des Töpfers Wulst
Kein Kind ist ihr je geblieben,
doch fürchtet die Nacht
doch fürchtet die Nacht

Wenn der Terminus der sieben Glocken
klar durch Tenders Olmen schreit
dann werd ich ziehen hinfort
hinfort

Nur leise krächst es im Kartoffel Wald
Tag ein
Tag aus
Durch Friedens Glatze sollst du kommen
still, doch gut gebaut
Horchet, wenn ihr was zum bremsen findet
und begebt euch hin in Wohlgestalt

Der Priester nahm eine Axt und holte weit aus. Gerom sah den Schlag kommen doch war unfähig irgendwas zu tun. Wie paralysiert klebte sein Blick immer noch an dem goldenen Zipfel der Robe die der Priester gerade mal zwei Sekunden zuvor in den Bottich geworfen hatte. Diese Augen! Nie zuvor hatte er auch nur annähernd etwas derartig Schönes erblickt, sein Geist war gelähmt von der Pracht die jetzt aus dem Bottich strahlte.
Dann erreichte das Axtblatt seinen Hals.
Seine letzten Gedanken waren:

“Wie wunderschön du Knollenwesen
selbst im Bottich voller Kraft
dampftst nun artig auserlesen
in dieser sternenklaren Nacht.

Liebkost im klaren Wassermantel
dich selber, bis du dann erweichst
und sprieß hinfort wie ne Tarantel
elegant, und elfengleich”

Gott sei dank kam er nicht mehr dazu sie auszusprechen und die Welt bliebt unbehelligt von diesem Mist.

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17/05/2009

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Logik-Theater

15/05/2009

1. Aufzug - 1. Szene
Eine Terrasse in der Wüste

( Nova tritt auf )

NOVA.

Aussage.

Erst verlor ich den Verstand,
dann war’n Kartoffeln an der Wand.

Schlussfolgerung.

Ich habe im Kartoffelwahn
Kartoffeln an die Wand getan.

( *Verbeugung* - Ab. )

( Vorhang )

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guggenheim

14/05/2009

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Freud

13/05/2009

Reinfolge.

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zer|bre|chen

12/05/2009

zer|bre|chen = entzweibrechen; zer|brech|lich = leicht zerbrechend; nicht sehr widerstandsfähig; zart; schmächtig; von schwacher Gesundheit; Zer|brech|lich|keit, die = das Zerbrechlichsein
zer|drücken (–drük|ken) = unter Anwendung von Druck zerstören; zusammendrücken; zerknittern;

Wo: Genaues
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short note

10/05/2009

Ist das Ende der Anfang? Kann das Universum aus sich selbst heraus existieren? Kann die Quelle das Resultat sein? Wodurch definieren wir uns? Ich mich? Wer kann sagen wann der Anfang seiner subjektiven Realität war? Waren Wheeler und Graham arme Irre? Sabernde Schwachmaten mit einem Fremdwörterlexikon zuviel?
Diese Ungewissheit ist es die mich quält, die meine innersten Gedanken zwie-spaltet. In letzter Zeit denke ich vermehrt an Kartoffeln. Ihre Wesenheit bewegt mich, berührt mich tief in meinem Innern. Ich sehe sie förmlich vor mir, die Abgeschiedenheit des Ackers…

Ein sanfter Sommerregen an einem tristen Novembermorgen, die letzten Sonnenstrahlen liebkosen das frische Obst und die tiefe Traurigkeit der Einöde überzieht das saftige Grün der Stechpalmen. Ein sanfter Orkan flüstert über das Land, getragen von den Brunftschreien der Kälber.
Eine Magt, dick betucht, tümmelt sich in ihrem Gemüt, ein Reiher gleich der Kragenweite.
Doch plötzlich, dort schau!
Ein Jäger der gewahrt sich selbst!
Ein Trägerschuß fließt aus seinem Olme,
ein blauer Blitz der Finsternis!
Er durchjaucht das Dickicht,
umschließt die Wonne,
bis einer und der Selbe rief
“Ich bin zurück!
Hier bin ich nun!
Weichet von mir
sonst werde ich es selber tun!”

Wie sehr ich mir wünsche dass ich beschreiben könnte was ich in diesen Momenten der Klarheit empfinde! Ich sehe die Reinheit der Poesie und die göttliche Kraft die ihr innewohnt, doch kann ich daraus nur

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Hunger, der

10/05/2009

Hun|ger, der = Bedürfnis nach Nahrung; hun|gern = Hunger leiden; darben; Hun|ger|kur, die, –ren = gezielte Abmagerungskur, Hun|ger|lei|der, der, — = armer Schlucker
hüp|fen = auf- und abspringen; hopsen
Hür|de, die, –den = Schranke; Hindernis; Pferch; von Flechtwerk umschlossener Raum; Obstkorb; Hür|den|lauf, der, –läufe = sportlicher Wettlauf, bei dem Hindernisse übersprungen werden müssen
Hu|re, die, –ren = Prostituierte

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All is full of love

9/05/2009

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Verdammt!

9/05/2009

Habe soeben festgestellt, dass meine Gedanken frei sind.
Wie konnte das nur passieren? Und wie fange ich sie wieder ein? 

Oh je, das gibt Ärger mit meiner Therapeutin.
Hoffentlich haut sie mich nicht.

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Kunst 2009

9/05/2009

Kartoffel, so geschält.
Geschält wie nie.
Genötigt Scheibe deiner selbst.
Einstige Kartoffel du,
so geschält wie nie.

Ach, sprach wer,
schreib’ Kauderwelsch.
Schreib’ Kauderwelsch in Versen.
Schreibe es, dann siehst du es,
die Welt hält es
für Kunst.

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Erkenntnis

8/05/2009

Reifeholzbäume?

FiTaBuFeLiBir!

…(BB)!

Alles klar, ich versteh!

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